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Beginn einer Weltmission


Hauptgebäude des Ranchi Ashrams Yogananda begann sein Lebenswerk, als er 1917 eine Jungenschule für richtige Lebensführung gründete, die in ihrem Lehrplan moderne Erziehungsmethoden mit Yoga-Training und einer Unterweisung in spirituellen Idealen verband. Der Maharaja von Kasimbazar stellte seinen Sommerpalast in Ranchi (ca. 400 km von Kalkutta entfernt) als Schulgebäude zur Verfügung. Mahatma Gandhi, der der Schule einige Jahre später einen Besuch abstattete, schrieb: »Diese Einrichtung hat mich tief beeindruckt.«

Paramahansa Yogananda auf einer Reise nach Alaska, 1924




Im Jahre 1920 hatte Yogananda eines Tages während einer Meditation in der Schule von Ranchi eine göttliche Vision, die ihm zeigte, dass es nun an der Zeit sei, sein Werk im Westen zu beginnen. Er reiste daraufhin unverzüglich nach Kalkutta, wo er am folgenden Tag eine Einladung erhielt, als indischer Delegierter an einem internationalen Kongress führender religiöser Persönlichkeiten teilzunehmen, der noch im selben Jahr in Boston stattfinden sollte. Sri Yukteswar bestätigte, dass dies genau der richtige Zeitpunkt sei. Er sagte: »Alle Türen stehen dir offen. Jetzt oder nie.«


Kurz vor seiner Abreise erhielt Yogananda einen Besuch von Mahavatar Babaji, dem unsterblichen Meister, der die altehrwürdige Wissenschaft des Kriya-Yoga in diesem Zeitalter wieder aufleben ließ. »Du bist es, den ich auserwählt habe, die Botschaft des Kriya-Yoga im Westen zu verbreiten«, sagte Babaji zu Yogananda. »Vor langer Zeit begegnete ich deinem Guru Sri Yukteswar auf einem Kumbha-Mela und sagte ihm, dass ich dich zu ihm senden werde, damit du seine Schulung empfängst.… Kriya-Yoga, die wissenschaftliche Technik der Gottverwirklichung, wird sich schließlich über die ganze Erde verbreiten und den Menschen dazu verhelfen, persönlich mit dem transzendenten Gott, ihrem Ewigen Vater, in Verbindung zu treten. Auf diese Weise wird der Kriya dazu beitragen, die Völker einander näherzubringen.«

Paramahansa Yogananda mit Deligierten des Congress of Religious Liberals, Boston, 1920Der junge Swami traf im September 1920 in Boston ein. Sein erster Vortrag vor dem Internationalen Kongress für religiöse Freidenker trug den Titel »Religion als Wissenschaft« und wurde mit großem Beifall aufgenommen. Noch im selben Jahr gründete er die Self-Realization Fellowship, um seine Lehre von Indiens ehrwürdiger Wissenschaft und Philosophie des Yoga und deren altbewährter Tradition der Meditation weltweit zu verbreiten. Das erste Meditationszentrum entstand in Boston mit Hilfe von Dr. Lewis und dessen Frau M.W. Lewis sowie von Frau Alice Hasey (Schwester Yogmata), die alle lebenslange Jünger Paramahansa Yoganandas wurden.


Paramahansa Yogananda leitet einen Ostergottesdienst im internationalen Hauptsitz der SRF, 1925In den folgenden Jahren hielt Yogananda Vorträge und lehrte an der Ostküste der USA; im Jahre 1924 unternahm er eine Vortragsreise, die ihn quer durch Amerika führte. Nach seiner Ankunft in Los Angeles Anfang 1925 gründete er dort den auf dem Mt. Washington gelegenen internationalen Hauptsitz der Self-Realization Fellowship, der zum geistigen und administrativen Zentrum seines sich entfaltenden Werkes wurde.

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