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Self-Realization Fellowship Glossar

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Apara-Prakriti: Siehe Prakriti.    

 

Arjuna: Der erhabene Jünger, dem Bhagavan Krishna die unsterbliche Botschaft der Bhagavad-Gita (s.d.) vermittelte; einer der fünf Pandava-Prinzen aus dem Mahabharata, dem großen Epos der Hindus, in dem er eine der Schlüsselfiguren ist.

 

Ashram: Geistige Einsiedelei; oft ein Kloster.

 

Astralkörper: Der feinstoffliche Körper des Menschen, der aus Licht, Prana (oder Biotronen) besteht; die zweite der drei Hüllen, welche die Seele nacheinander umschließen: der Kausalkörper (s.d.), der Astralkörper und der physische Körper. Ähnlich wie die Elektrizität eine Glühbirne erhellt, so beleben die Kräfte des Astralkörpers den physischen Körper. Der Astralkörper besteht aus 19 Elementen: Intelligenz, Ichbewusstsein, Gefühl, Verstand (Sinnesbewusstsein); aus den fünf Werkzeugen der Erkenntnis (die Wahrnehmungskräfte in den physischen Sinnesorganen von Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack und Tastsinn); den fünf Werkzeugen der Tätigkeit, welche für die körperlichen Vorgänge der Zeugung, der Ausscheidung, des Sprechens, der Fortbewegung und der Fingerfertigkeit verantwortlich sind; und den fünf Werkzeugen der Lebenskraft, welche die Funktion des Kreislaufs, des Stoffwechsels, der Assimilation, der Kristallisation und der Elimination im Körper ausführen.

 

Astrallicht: Das feinstoffliche Licht, das von den Biotronen (siehe Prana) ausgeht; die eigentliche Substanz, aus der die Astralwelt besteht. Mit der allumfassenden intuitiven Wahrnehmungskraft der Seele kann der Gottsucher in tiefer Meditation das astrale Licht – insbesondere als geistiges Auge (s.d.) – wahrnehmen.

 

Astralwelt: Die feinstoffliche Welt der Schöpfung Gottes, ein Universum aus Licht und Farbe, das aus feineren als den atomaren Kräften besteht, d. h. aus Schwingungen der Lebensenergie oder Biotronen (siehe Prana). Jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, jede Schwingung auf der materiellen Ebene hat ein astrales Gegenstück, denn im astralen Universum (dem Himmel) liegt die »Blaupause« für unser materielles Universum. Beim physischen Tod steigt die in einen astralen Lichtkörper eingehüllte Seele in eine der höheren oder niederen Astralwelten empor, je nach Verdienst des Menschen, um seine geistige Weiterentwicklung in der größeren Freiheit jener feinstofflichen Sphäre fortzusetzen. Er verbleibt dort für eine karmisch vorbestimmte Zeit – bis zu seiner Wiedergeburt.

 

Atem: »Durch die Atmung fließen zahllose kosmische Ströme in den Menschen ein und machen seinen Geist ruhelos«, schrieb Paramahansa Yogananda. »Der Atem verbindet  ihn mit der flüchtigen Welt der Erscheinungen. Um dem Leid der Vergänglichkeit zu entfliehen und in das glückselige Reich der göttlichen Wirklichkeit einzugehen, lernt der Yogi, seinen Atem durch wissenschaftliche Meditation zu beruhigen.«

 

Äther: Das Sanskritwort akasha, das sowohl mit »Äther« als auch mit »Raum« übersetzt wird, bezieht sich insbesondere auf das feinste Schwingungselement in der materiellen Welt (siehe Elemente). Es leitet sich ab von â »gegen« und kasha »sichtbar sein, erscheinen«. Akasha ist der feinstoffliche »Hintergrund«, gegen den sich alles im materiellen Universum abhebt. »Der Raum verleiht den Objekten Dimension; der Äther trennt die einzelnen Bilder«, sagte Paramahansa Yogananda. »Der von Äther durchdrungene Raum ist der Grenzbereich zwischen Himmel (oder der Astralwelt) und Erde«, erklärte er. »All die feineren Kräfte, die Gott erschaffen hat, bestehen aus Licht oder Gedankenbildern und liegen nur verborgen hinter einer besonderen Schwingung, die sich als Äther manifestiert.«

 

Aufladeübungen: Der Mensch ist von kosmischer Energie umgeben, so wie ein Fisch vom Wasser umgeben ist. Durch die Aufladeübungen, die von Paramahansa Yogananda selbst entwickelt wurden und in den Lehrbriefen der Self-Realization Fellowship (s.d.) beschrieben sind, kann der Mensch seinen Körper mit dieser kosmischen Energie, dem Prana, das ihn überall umgibt, versorgen.

 

Avatar: Aus dem Sanskritwort avatara, das aus den Wortwurzeln ava = »herab« und tri = »steigen« besteht. Wer eins mit dem GEIST geworden ist und dann auf die Erde zurückkehrt, um der Menschheit zu helfen, wird als Avatar, als göttliche Inkarnation, bezeichnet.

 

Avidya: Wörtlich »Nicht-Wissen«, Unwissenheit; im Menschen manifestiert sie sich als Maya, die kosmische Täuschung (s.d.). Im Wesentlichen bedeutet Avidya, dass der Mensch seine göttliche Natur und die einzige Wirklichkeit – den GEIST – nicht kennt.

 

Babaji: Siehe Mahavatar Babaji.

 

Bewusstseinszustände: Im irdischen Bewusstsein kennt der Mensch drei Zustände: den Wach-, den Schlaf- und den Traumzustand. Doch er erlebt weder seine Seele – das Überbewusstsein – noch Gott; der Christusmensch hingegen kennt sie. So wie sich das Bewusstsein des irdischen Menschen auf seinen ganzen Körper erstreckt, so erstreckt sich das Bewusstsein des Christusmenschen auf das ganze Universum, das er als seinen eigenen Körper fühlt. Jenseits des Christusbewusstseins liegt das Kosmische Bewusstsein, in dem  man sowohl die Einheit mit Gott als das absolute Bewusstsein jenseits der vibrierenden Schöpfung erlebt als auch Gottes Allgegenwart, die sich in den Welten der Erscheinungen offenbart.

 

Bhagavad-Gita: »Gesang des Herrn«. Die 18 Kapitel dieser aus alter Zeit überlieferten heiligen Schrift Indiens stammen aus dem 6. Buch (Bishma-Parva) des Epos Mahabharata. Die Gita ist ein Dialog zwischen dem Avatar Sri Krishna (s.d.) und seinem Jünger Arjuna am Vorabend der historischen Schlacht von Kurukshetra. Sie stellt eine tiefschürfende Abhandlung über die Wissenschaft des Yoga (Vereinigung mit Gott) dar und enthält zeitlose Ratschläge für Glück und Erfolg im täglichen Leben. Die Gita ist sowohl allegorisch als auch historisch zu verstehen. Sie ist eine spirituelle Abhandlung über den inneren Kampf zwischen den guten und schlechten Eigenschaften des Menschen. Je nach dem inhaltlichen Zusammenhang symbolisiert Krishna den Guru, die Seele oder Gott; Arjuna versinnbildlicht den strebsamen Gottsucher. Mahatma Gandhi schrieb über diese weit verbreitete heilige Schrift: »Wer über die Gita meditiert, wird aus ihr täglich neue Freude und Erkenntnis schöpfen. Es gibt keine einzige geistige Verwicklung, welche die Gita nicht entwirren könnte.«

 

Die Zitate aus der Bhagavad-Gita in diesen drei Bänden der »Wiederkunft Christi« stammen aus Paramahansa Yoganandas eigener Übersetzung: »Gott spricht mit Arjuna: Die Bhagavad-Gita – Königliche Wissenschaft der Gottverwirklichung« (herausgegeben von der Self-Realization Fellowship).

 

Bhagavan Krishna: Ein Avatar (s.d.), der viele Jahrhunderte vor der christlichen Zeitrechnung als König in Indien lebte. Eine der Bedeutungen für das Wort Krishna in den heiligen Schriften der Hindus lautet »Allwissender GEIST«. So ist Krishna ebenso wie Christus ein geistiger Titel, der die göttliche Größe des Avatars aufzeigt – seine Einheit mit Gott. Der Titel Bhagavan bedeutet »Herr«. Seine Jugendjahre verbrachte Krishna als Kuhhirte, der seine Gefährten durch sein Flötenspiel entzückte. In dieser Rolle stellt Krishna allegorisch die Seele dar, die auf der Flöte der Meditation spielt, um alle irregeleiteten Gedanken zur Herde der Allwissenheit zurückzuführen.

 

Bhakti-Yoga: Der geistige Weg zu Gott, auf dem Liebe und Hingabe die wichtigsten Mittel zur Verbindung und Vereinigung mit Ihm sind. Siehe Yoga.

 

Biotronen: Siehe Prana.

 

Böse, das: Die satanische Kraft, die Gottes Allgegenwart in der Schöpfung verschleiert und in Mensch und Natur als Disharmonie in Erscheinung tritt. Im weiteren Sinne bezeichnet es alles, was dem göttlichen Gesetz (s. Dharma) entgegensteht und den Menschen dazu bringt, das Bewusstsein seiner unverzichtbaren Einheit mit Gott zu verlieren, und was verhindert, Gottverwirklichung zu erlangen.

 

Brahma-Vishnu-Shiva: Drei Ausdrucksformen Gottes, die Seine Immanenz in der Schöpfung versinnbildlichen. Sie stellen die dreifache Aufgabe der Christusintelligenz (Tat) dar, die das Wirken der Kosmischen Natur leitet: die Schöpfung, die Erhaltung und die Auflösung. Siehe Dreieinigkeit.

 

 

Brahman (Brahma): Absoluter GEIST. Brahman wird gelegentlich im Sanskrit als Brahma geschrieben (mit einem kurzen a am Ende); doch die Bedeutung ist dieselbe wie von Brahman: GEIST oder Gottvater. Nicht gemeint ist die begrenzte Auffassung des personalen »Brahma der Schöpfer« aus der Triade Brahma-Vishnu-Shiva (geschrieben mit einem langen a am Ende, Brahmâ). Siehe Brahma-Vishnu-Shiva.  

 

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