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Glossar H – L

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Heiliger Geist: Die heilige Kosmische Intelligente Schwingung, die Gott aussandte, um mit deren eigener Schwingungsessenz die Schöpfung zu strukturieren und zu erhalten.

Es ist somit die Heilige Gegenwart Gottes, Sein Wort – im Universum und in jeder Form allgegenwärtig –, Ausdrucksmittel von Gottes vollkommener universaler Widerspiegelung, das Christusbewusstsein (s.d.). Der Tröster, die Kosmische Mutter Natur, Prakriti (s.d.). Siehe auch OM und Dreieinigkeit.

 

»Heiliger Geist« ist eine Übersetzung des entsprechenden hebräischen und griechischen Wortes. Ruach im Hebräischen und Pneuma im Griechischen bezeichnen eine Reihe von Vorstellungen: Geist, Atem und Wind – allgemein das Lebensprinzip des Menschen und des Kosmos. (Ähnlich im Lateinischen, wo das Wort Inspiration sich auf das Einfließen sowohl des Atems wie auch des göttlichen oder schöpferischen Geistes bezieht; und im Sanskrit, wo Prana zum einen Atem bedeutet, zum andern aber die feinstoffliche astrale Lebensenergie, die den Körper erhält; und Pranava – ein weiterer Begriff für OM ist der Name für die universale Kosmische Schwingungsenergie, die in jedem Partikel der Schöpfung zu finden ist und sie erhält.) Dieses Buch wie auch die King-James-Version der englischen Bibel vermeiden die Verwirrung zwischen GEIST (transzendenter Gottvater) und dessen aktivierender Schöpferischer Energie (Heiliger Geist).

 

Hinduismus: Siehe Sanatana-Dharma.

 

Intuition: Die allwissende Fähigkeit der Seele, welche dem Menschen ohne Vermittlung der Sinne ein unmittelbares Erleben der Wahrheit ermöglicht.

 

ji: [sprich: dschi] Eine Nachsilbe, die Respekt ausdrückt; in Indien wird sie oft Namen und Titeln angefügt, wie z.B. Gandhiji, Paramahansaji, Guruji.

 

Jnana-Yoga: [sprich: gyana-yoga] Der Weg zur Einheit mit Gott; dabei wird die Unterscheidungskraft des Intellekts in die allwissende Weisheit der Seele umgewandelt.

 

Jünger: Ein Wahrheitssucher, der zu einem Guru kommt, um sich von ihm zu Gott führen zu lassen; zu diesem Zweck geht er eine ewig währende geistige Verbindung mit seinem Guru ein. Bei der Self-Realization Fellowship wird diese Verbindung zwischen Guru und Jünger während der Einweihung (Diksha) in den Kriya-Yoga hergestellt. Siehe auch Guru und Kriya-Yoga.  

 

Karma: Auswirkungen vergangener Handlungen aus diesem oder aus vorhergehenden Leben; abgeleitet von der Sanskritwurzel kri = »tun«. Das ausgleichende Gesetz des Karmas ist, wie in den Schriften der Hindus erklärt wird, das Gesetz von Aktion und Reaktion, von Ursache und Wirkung, von Säen und Ernten. Die natürliche Gerechtigkeit sorgt dafür, dass jeder Mensch durch seine Gedanken und Handlungen zum Schmied seines Schicksals wird. Die Kräfte, die er durch seine weisen oder törichten Taten selbst in Bewegung gesetzt hat, müssen zu ihm als ihrem Ausgangspunkt zurückkehren wie in einem Kreis, der sich unerbittlich schließt. Versteht der Mensch Karma als Gesetz der Gerechtigkeit, kann sich sein Geist vom Groll gegen Gott und die Menschen befreien. Das Karma eines Menschen folgt ihm von Leben zu Leben, bis es abgetragen oder geistig aufgelöst worden ist. Siehe Wiedergeburt.

 

Die Summe der Handlungen aller Menschen innerhalb einer Gemeinde, eines Landes oder der ganzen Welt erzeugt das Massenkarma, das örtliche oder auch weiterreichende Auswirkungen hat – je nach Ausmaß und Überwiegen von Gut oder Böse. Daher tragen die Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen zum Wohl oder Wehe der ganzen Welt und all ihrer Bewohner bei.

 

Karma-Yoga: Der Weg, der durch selbstloses Handeln und Dienen zu Gott führt. Durch selbstloses Dienen und indem der Wahrheitssucher Gott die Früchte seines Handelns überlässt und Ihn als den einzig Handelnden erkennt, befreit er sich von seinem kleinen Ich und erlebt Gott. Siehe Yoga.

 

Kaste: Das Kastensystem bedeutete ursprünglich keinen erblichen Stand, sondern eine Einstufung gemäß den natürlichen Fähigkeiten des Menschen. Im Laufe seiner Höherentwicklung durchläuft der Mensch vier unterschiedliche Stadien, die von den altehrwürdigen Hindu-Weisen mit Shudra, Vaishya, Kshatriya und Brahmane bezeichnet wurden. Der Shudra ist hauptsächlich an der Befriedigung seiner körperlichen Bedürfnisse und Wünsche interessiert; die Tätigkeit, die seinem Entwicklungsstand am meisten entspricht, ist körperliche Arbeit. Der Vaishya strebt nach weltlichem Gewinn und Befriedigung seiner Sinne; er verfügt über größere schöpferische Fähigkeiten als der Shudra und wählt oft den Beruf eines Landwirts, Geschäftsmannes, Künstlers oder eine andere Tätigkeit, bei der sich seine Geisteskraft Ausdruck verschaffen kann. Der Kshatriya, der sich im Laufe vieler Leben die Wünsche eines Shudra und Vaishya erfüllt hat, beginnt nach dem Sinn des Lebens zu suchen; er versucht seine schlechten Gewohnheiten zu überwinden, seine Sinne zu beherrschen und das zu tun, was richtig ist. Kshatriyas werden meist große Herrscher, Staatsmänner oder Krieger. Der Brahmane hat seine niedere Natur überwunden, fühlt sich ganz und gar zu spirituellen Dingen hingezogen und erkennt Gott; daher ist er fähig, andere zu unterrichten und ihnen zu ihrer Befreiung zu verhelfen.

 

Kausalkörper: Als Seele ist der Mensch ein Wesen, das in einen Kausalkörper eingeschlossen ist. Sein Kausalkörper ist eine Ideenmatrix für den astralen und physischen Körper. Der Kausalkörper setzt sich aus 35 Ideen zusammen, die den 19 Elementen des Astralkörpers (s.d.) und den 16 grundlegenden Elementen des physischen Körpers entsprechen.

 

Kausalwelt: Hinter der physischen Welt der Materie (den Atomen, Protonen, Elektronen) und der feinstofflichen Astralwelt, die aus leuchtender Lebensenergie (den Biotronen) besteht, liegt die Kausal- oder Ideenwelt, die Welt der Gedanken (aus Ideotronen bestehend). Nachdem sich der Mensch weit genug entwickelt und die irdischen und astralen Universen hinter sich gelassen hat, lebt er im kausalen Universum. Im Bewusstsein der Kausalwesen besteht die Essenz der physischen und astralen Universen nur noch aus Gedanken. Alles, was der Erdenmensch in seiner Fantasie tun kann, das kann ein Kausalwesen in Wirklichkeit tun; die einzige Einschränkung dabei sind die Gedanken selbst. Schließlich wirft der Mensch seine letzte Hülle – den Kausalkörper – ab und vereinigt sich mit dem allgegenwärtigen GEIST, der jenseits aller Schwingungsebenen besteht.

 

Kosmische Intelligente Schwingung: Siehe OM .

 

Kosmische Energie: Siehe Prana.

 

Kosmische Täuschung: Siehe Maya.

 

Kosmischer Laut: Siehe OM .

 

Kosmisches Bewusstsein: Das Absolute; der transzendente GEIST jenseits der Schöpfung; Gott der Vater. Auch der Zustand der Samadhi-Meditation, in dem man seine Einheit mit Gott erlebt, der sowohl jenseits der vibrierenden Schöpfung als auch in ihr existiert. Siehe Dreieinigkeit.

 

Krishna: Siehe Bhagavan Krishna.

 

Krishna-Bewusstsein: Christusbewusstsein; Kutastha-Chaitanya. Siehe Christusbewusstsein.

 

Kriya-Yoga: Eine heilige geistige Wissenschaft aus Indien, wo sie schon seit Jahrtausenden bekannt ist. Sie umfasst bestimmte Meditationstechniken, die zur Gottverwirklichung führen, wenn man diese Techniken hingebungsvoll übt. Paramahansa Yogananda erklärte, dass die Sanskritwurzel des Wortes Kriya »kri« ist, »tun, handeln, reagieren«. Dieselbe Wurzel findet sich in dem Wort Karma, dem natürlichen Prinzip von Ursache und Wirkung. Kriya-Yoga ist daher die »Vereinigung (Yoga) mit dem Unendlichen durch eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Ritus (Kriya)«. Der Kriya-Yoga wird von Krishna in der Bhagavad-Gita und von Patanjali in den Yoga-Sutras gepriesen. Nachdem der Kriya-Yoga in unserem Zeitalter von Mahavatar Babaji (s.d.) zu neuem Leben erweckt wurde, ist er zur Diksha (zur geistigen Einweihung) durch die Gurus der Self-Realization Fellowship geworden. Seit dem Mahasamadhi (s.d.) von Paramahansa Yogananda wird Diksha durch den von ihm ernannten geistigen Nachfolger, den Präsidenten [oder die Präsidentin] der Self-Realization Fellowship/Yogoda Satsanga Society of India gegeben (oder durch jemanden, der vom Präsidenten beauftragt ist). Um Diksha empfangen zu können, müssen die Mitglieder der Self-Realization Fellowship bestimmte geistige Bedingungen erfüllen. Wer diese Diksha erhalten hat, ist ein Kriya-Yogi oder Kriyaban. Siehe auch Guru und Jünger.

 

Kundalini: Der kraftvolle Strom schöpferischer Lebensenergie im gewundenen Durchgang am unteren Ende der Wirbelsäule. Im gewöhnlichen Wachzustand fließt die Lebenskraft des Körpers vom Gehirn die Wirbelsäule hinab und durch diese gewundene Kundalini-Passage nach außen; sie belebt den physischen Körper und bindet den Astral- sowie den Kausalkörper (s.d.) und die innewohnende Seele an die irdische Gestalt. In den höheren Bewusstseinszuständen, die das Ziel der Meditation sind, wird die Kundalini-Energie zurückgelenkt, damit sie durch die Wirbelsäule wieder hinauffließt und die schlafenden geistigen Kräfte in den zerebrospinalen Zentren (Chakras) erweckt. Auch »Schlangenkraft« genannt wegen ihrer gewundenen Gestalt.

 

Kutastha-Chaitanya: Christusbewusstsein (s.d.). Das Sanskritwort Kutastha bedeutet »das, was unverändert bleibt«; Chaitanya heißt »Bewusstsein«.

 

Lahiri Mahasaya: Lahiri war der Familienname von Shyama Charan Lahiri (1828–1895). Mahasaya ist ein religiöser Sanskrit-Titel und bedeutet »großherzig«. Lahiri Mahasaya war ein Jünger Mahavatar Babajis und der Guru von Swami Sri Yukteswar (dem Guru von Parama­hansa Yogananda). Es war Lahiri Mahasaya, dem Babaji die aus alten Zeiten stammende und fast verloren gegangene Wissenschaft des Kriya-Yoga (s.d.) vermittelte. Als ein Yogavatar (»Inkarnation des Yoga«) spielte er eine wesentliche Rolle in der Renaissance des Yoga im modernen Indien; er unterwies und segnete zahllose Gottsucher, die zu ihm kamen, ganz gleich, welcher Kaste oder welchem Glauben sie angehörten. Er war ein christusähnlicher Lehrer, der über große Wunderkräfte verfügte, aber auch ein Familienvater, der berufliche Verant­wortung trug. Er zeigte den Menschen der Neuzeit, wie man ein ausgeglichenes Leben führen kann, indem man die Meditation mit der Erfüllung weltlicher Pflichten verbindet. Lahiri Mahasayas Leben wird in der Autobio­graphie eines Yogi beschrieben.

 

Lebenskraft: Siehe Prana.

 

 

Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship: Die Lehre Paramahansa Yoganandas ist in einer Reihe von Lehrbriefen zusammengefasst worden; diese stehen allen aufrichtigen Wahrheitssuchern in aller Welt zur Verfügung. Die Lehrbriefe enthalten die von Paramahansa Yogananda gelehrten Yoga-Meditationstechniken einschließlich der Technik des Kriya-Yoga (s.d.), die denjenigen Schülern vermittelt wird, welche bestimmte Bedingungen erfüllen. 

 

 

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