|
Glossar C – D

A - B   |  C - D  |   E - G   |   H - L   |   M - P   |   R - S   |   T - Z  

 

Chakras: Im Yoga versteht man darunter die sieben okkulten Zentren der Lebenskraft und des Bewusstseins in der Wirbelsäule und im Gehirn, die den physischen und astralen Körper des Menschen am Leben erhalten. Diese Zentren werden Chakras (»Räder«) genannt, denn die konzentrierte Energie in jedem von ihnen ist einer Radnabe vergleichbar, von der Leben spendende Licht- und Energiestrahlen ausgehen. In aufsteigender Reihenfolge werden diese Chakras wie folgt benannt: Muladhara (das Steißbeinzentrum an der Basis der Wirbelsäule); Svadhishthana (das Kreuzbeinzentrum, 5 cm über dem Muladhara); Manipura (das Lendenzentrum, gegenüber dem Nabel); Anahata (das Rückenzentrum, gegenüber dem Herzen); Vishuddha (das Nackenzentrum, am unteren Ende der Halswirbelsäule); Ajna (nach Überlieferung zwischen den Augenbrauen, in Wirklichkeit aber durch Polarität direkt mit dem verlängerten Mark verbunden; siehe auch verlängertes Mark und geistiges Auge); sowie Sahasrara (im höchsten Teil des Großhirns gelegen).

 

Die sieben Zentren sind von Gott geplante Ausgänge oder »Falltüren«, durch welche die Seele in den Körper hinabgestiegen ist – und durch die sie mit Hilfe der Meditation wieder aufsteigen muss. Durch sieben aufeinander folgende Stadien erlangt die Seele Kosmisches Bewusstsein. Indem sie bewusst durch die sieben geöffneten oder »erweckten« zerebrospinalen Zentren aufsteigt, tritt sie den Weg zur Unendlichkeit an – den wahren Weg, auf dem sie ihren Abstieg zurückverfolgen muss, um sich wieder mit Gott zu vereinigen.

 

In den Yoga-Abhandlungen bezeichnet man meist nur die unteren sechs Zentren als Chakras – wobei das Sahasrara als siebentes Zentrum getrennt aufgeführt wird. Jedoch werden alle sieben Zentren häufig mit Lotosblumen verglichen, deren Blütenblätter sich beim geistigen Erwachen öffnen, d.h. nach oben weisen, wenn die Lebenskraft und das Bewusstsein die Wirbelsäule hinaufsteigen.

 

Chitta: Intuitives Gefühl – das gesamte Bewusstsein, welchem Ahamkara (Ichbewusst­sein), Buddhi (Intelligenz) und Manas (Verstand oder Sinnesbewusstsein) innewohnen.

 

Christus: Der Ehrentitel Jesu: Jesus der Christus. Der Begriff bezeichnet auch Gottes universale Intelligenz, die der Schöpfung innewohnt (gelegentlich auch der Kosmische Christus oder der Unendliche Christus genannt), oder er wird in Bezug auf große Meister gebraucht, die das Einssein mit dem Göttlichen Bewusstsein erlangt haben. (Das griechische Wort Christos bedeutet »der Gesalbte«, wie auch das hebräische Wort Messias.) Siehe auch Christusbewusstsein und Kutastha-Chaitanya.   

 

Christusbewusstsein: Das von Gott ausgehende Bewusstsein, das der ganzen Schöpfung innewohnt. In der Bibel wird es »der eingeborene Sohn« genannt, die einzige reine Widerspiegelung Gottvaters in der Schöpfung; in den heiligen Schriften der Hindus wird es als Kutastha-Chaitanya oder Tat bezeichnet – als universelles Bewusstsein (oder kosmische Intelligenz) des GEISTES, das in der ganzen Schöpfung gegenwärtig ist. (Die Begriffe »Christusbewusstsein« und »Christusintelligenz« sind gleichbedeutend, wie auch »Kosmischer Christus« und »Unendlicher Christus.«) Jesus, Krishna und andere Avatare besaßen dieses allumfassende Bewusstsein, dieses Einssein mit Gott. Große Heilige und Yogis kennen es als den  Zustand der Samadhi-Meditation, in dem sich ihr Bewusstsein mit der göttlichen  Intelligenz in jedem Partikel der Schöpfung identifiziert; sie fühlen das ganze Universum als ihren eigenen Körper. Siehe Dreieinigkeit.

 

Christuszentrum: Das Kutastha oder Ajna-Chakra an der Stelle zwischen den Augenbrauen, das durch Polarität direkt mit dem verlängerten Mark (s.d.) verbunden ist. Es ist sowohl das Zentrum der Willenskraft und Konzentration als auch des Christusbewusstseins (s.d.) und der Sitz des geistigen Auges (s.d.).

 

Dharma: Die ewigen Grundsätze der Rechtschaffenheit, welche die ganze Schöpfung aufrechterhalten; die unveräußerliche Pflicht des Menschen, im Einklang mit diesen Grundsätzen zu leben. Siehe auch Sanatana-Dharma.

 

Diksha: Geistige Einweihung; aus der Sanskrit-Verbwurzel diksh = sich widmen. Siehe auch Jünger und Kriya-Yoga.

 

Dreieinigkeit: Wenn der GEIST die Schöpfung ins Leben ruft, wird er zur Dreieinigkeit: Vater, Sohn, Heiliger Geist oder Sat, Tat, Om. Der Vater (Sat) ist Gott als der Schöpfer jenseits der Welt der Erscheinungen (Kosmisches Bewusstsein). Der Sohn (Tat) ist Gottes allgegenwärtige Intelligenz innerhalb der Schöpfung (Christusbewusstsein oder Kutastha-Chaitanya). Der Heilige Geist (Om) ist die Schwingungskraft Gottes, die vergegenständlicht, d.h. zur Schöpfung wird.

 

 

Die Schöpfung hat im Verlauf der Ewigkeit viele Zyklen (siehe Yuga) der Entstehung und Auflösung durchlaufen. Löst sich der Kosmos auf, dann lösen sich die Dreieinigkeit und alle anderen erschaffenen Dinge wieder im Absoluten GEIST auf.

 

 

A - B   |  C - D  |   E - G   |   H - L   |   M - P   |   R - S   |   T - Z  

Copyright © Self-Realization Fellowship. Alle Rechte vorbehalten.