Institut aus Kalkutta verleiht dem Vater von Paramahansa Yogananda die bürgerliche Ehrung

27. Oktober 2020

Bhagabati Charan Ghosh (1853-1942), Vater von Paramahansa Yogananda und Jünger von Lahiri Mahasaya

Paramahansa Yogananda sprach oft ehrfürchtig von seinem Vater, Sri Bhagabati Charan Ghosh, einem fortgeschrittenen Kriya-Yogi , der Paramahansaji finanziell stark unterstützte, als dieser Indien im Jahre 1920 verließ, um seine geistige Mission in Amerika zu beginnen. Jetzt wurde das Leben und die Großzügigkeit von Bhagabati Ghosh erneut geehrt, dieses Mal durch ein Finanzinstitut, an dessen Gründung er vor mehr als einem Jahrhundert mitbeteiligt war.

Die S.E., S.E.C & E. Co. Railways Employees’ Co-operative Credit Society hatte Bhagabati Charan Ghosh am 19. Oktober 2020 in einer Zeremonie am Hauptsitz der Gesellschaft im Garden Reach des Bezirks von Kolkata mit einer Bronzebüste geehrt. Die Gedenkskulptur wurde als Ausdruck der Anerkennung für Sri Ghoshs Einsatz für das Wohl der Eisenbahner aufgestellt. Es ist schon über ein Jahrhundert her, als Sri Ghosh über die von ihm im Jahre 1909 gegründete Organisation (ursprünglich unter dem Namen »Calcutta Urban Bank«) Zugang zu einem zinsbegünstigten Darlehen erhielt. Sri Ghosh hatte zu der Zeit eine leitende Position in der Eisenbahngesellschaft Bengal-Nagpur Railway (heute Eastern Railway) inne.

Zu diesem feierlichen Anlass enthüllte Sri Somnath Ghosh, Urenkel von Bhagabati Charan Ghosh, gemeinsam mit seiner Frau Smt. Sarita Ghosh, die Skulptur seines Urgroßvaters und sprach über sein Leben. Dann dankte Swami Achyutananda Giri von der Yogoda Satsanga Society of India (von Paramahansaji gegründete Organisation in Indien, auch als YSS bekannt) der Gesellschaft für die Anerkennung der humanitären Arbeit von Ghosh durch seine Gründung der Bank, und zitierte Paramahansa Yogananda, der mit Anerkennung den Beitrag seines Vaters in der Autobiographie eines Yogi erwähnte:

»Vater benutzte das Geld nicht als Machtmittel. Als er z. B. die Stadtbank in Kalkutta gegründet hatte, lehnte er es ab, sich selbst am Gewinn zu beteiligen. Er hatte der Öffentlichkeit während seiner Freizeit lediglich einen Dienst erweisen wollen.«

Eine Parallele zwischen Vater und Sohn ziehend, bemerkte Swami Achyutananda: »Die große Ähnlichkeit in der Entwicklung beider Organisationen ist bemerkenswert: Die Railways Employees Cooperative Credit Society ist wie die von seinem Sohn Paramahansa Yogananda gegründete Yogoda Satsanga Society of India seit ihren bescheidenen Anfängen immer mehr gewachsen.« Aufgabe beider Einrichtungen sei es, Dienste anzubieten, sagte er.

Viele Details über Bhagabati Charan Ghoshs inspirierendes Leben können in der Autobiographie eines Yogi sowie in Mejda, einer von seinem Bruder Sananda Lal Ghosh geschriebenen Biographie über Paramahansaji, nachgelesen werden. Als direkter Jünger von Lahiri Mahasaya übte Bhagabati Charan Ghosh einen liebevollen, geistigen Einfluss auf seine acht Kinder aus. Und seine finanziellen Beiträge waren nicht nur für Paramahansajis internationale Mission bedeutend, sondern auch für die dauerhafte Einrichtung des YSS-Ashrams in Ranchi während Paramahansajis Rückkehr nach Indien im Jahre 1935.

Obwohl Bhagabati Charan Ghosh in seiner Jugend erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hatte und hart gearbeitet hatte, um letzten Endes in seinem späteren Leben ein beachtliches Niveau an materiellem Wohlstand zu erreichen, so hatte die Spiritualität für ihn immer Vorrang vor finanziellem Gewinn. Paramahansaji gab einen der charakteristischen Kommentare seines Vaters in der Autobiographie eines Yogi wieder:

»Warum so viel Aufhebens von materiellem Gewinn machen? Wer nach innerem Gleichmut strebt, lässt sich weder vom Gewinn berauschen noch vom Verlust niederdrücken, denn er weiß, dass er ohne einen Pfennig auf die Welt gekommen ist und sie auch ebenso arm wieder verlassen muss.«

Swami Achyutananda, Mönch der YSS, und Brahmachari Ameyananda stehen neben der frisch enthüllten Büste von Sri Bhagabati Charan Ghosh. Das Bild wurde während einer Zeremonie am Hauptsitz der S.E., S.E.C & E. Co. Railways Employees’ Co-operative Credit Society in Garden Reach, Kolkata, aufgenommen. Direkt hinter Swami Achyutananda steht Sri Somnath Ghosh, der Urenkel von Bhagabati Charan Ghosh. Unter vedischen Gesängen enthüllten er und seine Frau, Smt. Sarita Ghosh (zweite von links), formell die Skulptur, die anschließend feierlich mit einer Girlande bekränzt wurde. Anwesend waren auch die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft.

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