Im Gedenken an Schwester Subrata (1921-2018)

13. Juni 2018

Sister Subrata   

Schwester Subrata, eine beliebte Nonne der Self-Realization Fellowship, ist am 23. April 2018 in tiefem Frieden heimgegangen. Viele Ordens- und Laienmitglieder schätzten sie als geistige Beraterin; ihr unermüdlicher Einsatz im Dienste der Lehre Paramahansa Yoganandas sowie ihr herzliche Anteilnahme am Leben ihrer Nächsten berührte und inspirierte unzählige Menschen.

Schwester Subrata wurde am 29. März 1921 als Eva Ingeborg Richter in Dresden, Deutschland, geboren. Als junge Frau lebte sie in London und Ägypten, bevor sie nach Uruguay zog, um dort an einer deutschen Schule zu unterrichten. Während ihrer Zeit in Südamerika las sie die Autobiographie eines Yogi und lernte dadurch die Lehren der SRF kennen. Im Jahre 1960 besuchte sie zum ersten Mal den Internationalen Hauptsitz der SRF in Los Angeles, wo sie Sri Daya Mata (Präsidentin der SRF von 1955 bis zu ihrem Heimgang im Jahre 2010) begegnete und sich zum Studium der Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship eintrug. Ein Jahr später trat sie in den Orden der SRF ein.

In den fast 60 Jahren, in denen sie als Entsagende in den Ashrams Paramahansa Yoganandas lebte, diente Schwester Subrata dem Werk der SRF auf vielfältige Weise. So assistierte sie bei der Übersetzung der Lehren Paramahansajis, war für den Versand der SRF-Lehrbriefe verantwortlich und stand jungen Nonnen des Ordens als geistige Beraterin mit Rat und Tat zur Seite.

Nachdem sie fast 25 Jahre lang im Internationalen Hauptsitz der SRF gelebt hatte, wurde Schwester Subrata nach Front Royal, Virginia, versetzt, wo sie als Verwalterin und hauptverantwortliche Geistliche des damals neu gegründeten Ashrams und Retreats der SRF in Greenfield diente. Während sie mithalf, diese SRF-Stätte aufzubauen, bereiste sie zudem viele Städte im Osten der USA, in Europa und Lateinamerika und führte dort inspirierende Veranstaltungen durch, um den Menschen die Lehren Paramahansa Yoganandas näherzubringen. Ferner leitete sie die Einweihungsfeierlichkeiten für die SRF-Zentren in Washington, D.C., New York City, Atlanta und Itter in Österreich.

Nahezu zwei Jahrzehnte lang organisierte Schwester Subrata die jährlichen Sommerprogramme der SRF für Mädchen und war, besonders in den Anfangsjahren, maßgeblich an der Entwicklung dieser Programme beteiligt. Eine Nonne, die mit Schwester Subrata zusammenarbeitete, erzählte, wie liebevoll, ermutigend und verständnisvoll sie den Mädchen gegenüber war: »Sie verstand es auf ganz besondere Weise, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, ihre Aufmerksamkeit auf den Meister zu lenken und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihnen immer jemand zur Seite stand. Es war sehr inspirierend zu sehen, wie sie mit den Mädchen arbeitete und auf die Mitarbeiter zuging.« Schwester Subrata leitete oft Kirtans für die Mädchen, und viele der Anwesenden waren berührt von der Liebe und Hingabe, die sie bei solchen Anlässen ausstrahlte.

Schwester Subrata wurde weithin für ihre Begeisterung, ihre innere Stärke und ihr tiefes Einfühlungsvermögen bewundert. Nach ihrem Heimgang schrieb ein Mitglied der SRF: »Die geistige Beratung, die ich jedes Jahr während der Welttagung von Schwester Subrata erhielt, hat mir immer sehr viel bedeutet. Ich habe keine Gelegenheit versäumt, mich mit ihr zu treffen. …Tief in meiner Seele wusste ich, dass ihre geistige Führung zuverlässig und ehrlich war und durch die Schwester direkt von Gott kam.«

Wir alle werden Schwester Subrata sehr vermissen, doch als Trost bleiben uns die Erinnerungen an ihr inspirierendes Leben und die Gewissheit, dass sie nun große Freude und Freiheit in Gott erlebt. Wir senden ihrer Seele unsere unvergängliche Liebe und unsere göttliche Freundschaft.


 

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