|

Sri Mrinalini Matas 70. Jubiläum

 

12. Juli 2016

Sri Mrinalini Mata’s 70th Anniversary

Am 10. Juni 2016 jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem unsere verehrte Präsidentin und Sanghamata, Sri Mrinalini Mata, in den Ashram Paramahansa Yoganandas eingetreten ist, um ihr Leben voller Hingabe dem Dienst an Gott und Guru zu weihen. Seit fünf Jahren (seit dem Heimgang Sri Daya Matas) ist Mrinalini Mataji das spirituelle Oberhaupt der Self-Realization Fellowship/Yogoda Satsanga Society of India und schon vorher war sie mehr als vierzig Jahre Vizepräsidentin und Cheflektorin und hat durch ihre göttliche Weisheit, ihre Liebe und ihr grenzenloses Engagement den Mitgliedern der SRF/YSS in der ganzen Welt geholfen.

Mrinalini Mata war erst 15 Jahre alt, als Paramahansa Yogananda sie im Jahre 1946 zur Schulung in den Ashram aufnahm. 1945 begegnete sie dem Guru im Tempel der SRF in San Diego und er erkannte sofort, dass sie in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in seinem Werk spielen würde. Seit dem 10. Juni 1946 lebte sie daher mit dem Einverständnis ihrer Eltern in der Einsiedelei der SRF in Encinitas, wo sie ihren Abschluss an der höheren Schule machte und im gleichen Zeitraum persönlich von Paramahansaji geschult wurde.

Da Paramahansaji wusste, welch außergewöhnliche Begabung diese Jüngerin aus vergangenen Inkarnationen mitbrachte, gestattete er ihr, das endgültige Sannyas-Gelübde bereits 1947 abzulegen, nachdem sie erst ein Jahr im Ashram gewesen war. Er wählte für sie den Ordensnamen »Mrinalini«, der für die Reinheit der Lotosblume steht, die von jeher ein Symbol für spirituelle Entfaltung gewesen ist.

Gleich zu Beginn ihres Lebens im Ashram erklärte er den anderen Jüngern die Rolle, die er für sie vorgesehen hatte – vor allem aber ihre künftige Aufgabe als Lektorin seiner SRF-Lehrbriefe und seiner Schriften und Vorträge. »Sie wurde für dieses Werk auserwählt«, bemerkte er 1950 in einem handgeschriebenen Brief an Rajarsi Janakananda. »Gott hat mir dies offenbart, als ich ihre Seele das erste Mal sah.« Während der letzten Jahre seines Lebens verwendete er viel Zeit darauf, sie persönlich zu schulen und zu leiten.

Unter den Werken, die aufgrund ihrer Bemühungen veröffentlicht wurden, sind Paramahansa Yoganandas meisterhafte Kommentare zu den vier Evangelien (mit dem Titel: Die Wiederkunft Christi – Die Auferstehung des Christus im eigenen Inneren); seine von Kritikern hochgelobte Übersetzung und Interpretation der Bhagavad-Gita (Gott spricht mit Arjuna); verschiedene Gedichtbände und inspirierende Schriften; drei umfangreiche Anthologien mit seinen gesammelten Vorträgen und Essays – sowie weitere Werke, die in Vorbereitung sind.

Als Mrinalini Mataji zur Präsidentin der SRF/YSS gewählt wurde, trat sie damit die Nachfolge der verstorbenen, geliebten Sri Daya Mata an. Diese hatte über 55 Jahre lang – bis zu ihrem Heimgang am 31. November 2010 – eine überaus bedeutende Rolle als spirituelle Mutter der Organisation inne und wurde einfach nur ehrerbietig „Ma“ genannt. Viele Mitglieder brachten damals zum Ausdruck, wie viel es ihnen bedeutete, dass Mrinalini Mata das Werk nun weiterführen würde. Kurz nachdem der Vorstand sie gewählt hatte, erhielten wir folgenden Brief:

Tiefe Dankbarkeit erfüllte mich, als bekannt gegeben wurde, dass Mrinalini Mata vom Vorstand der SRF zur Präsidentin gewählt worden war. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir, die wir Gott suchen, braucht die ganze Welt ihr gütiges, liebevolles Wesen: eine Repräsentantin der Göttlichen Mutter auf Erden.

Ich weiß, dass viele Mitglieder traurig waren, als Ma heimging – sie waren wie Kinder, die eine Mutter verloren hatten, unsere spirituelle Mutter auf Erden. Ich habe dann darüber nachgedacht, dass Mrinalini Mata beinahe noch ein Kind war, als sie zum Meister kam, und wie sehr der Meister sie geliebt und gefördert hat. Geschichten, die sie aus diesen frühen Jahren erzählte, zeigen, wie liebevoll die Beziehung zwischen ihr und dem Meister war und wie liebevoll sie selbst ist.

Ich dankte dem Meister für diese Wahl, erklärte ihm, dass wir nun eine andere Mutter hätten und sagte zu ihm: »Wie sollen wir sie nennen? – Wir können sie doch nicht Ma nennen, denn nur unsere geliebte Sri Daya Mata war unsere Ma. Vielleicht Ma zwei?«

Da wurde mir geantwortet: »Nein, nicht ›Ma zwei‹, einfach ›Ma‹.« Bei dieser Antwort strömten Tränen aus meinen Augen. Sie ist auch unsere Ma. Jai Guru.

Mrinalini Matas regelmäßige Briefe, in denen sie die Mitglieder mit weisem Rat und inspirierenden Gedanken ermutigt, ihre tiefgründigen Artikel in dieser Zeitschrift und ihre vielen Vorträge, die als Ton- und Videoaufzeichnungen veröffentlicht wurden, brachten ihr weltweit den liebevollen Respekt und die tiefe Dankbarkeit der SRF/YSS-Mitglieder ein. Eine Person schrieb: »Ihr Humor, Ihre natürliche Weisheit, Ihr praktisches Denken, Ihr beispielhafter Gehorsam und Respekt für unseren Guru haben mich mit Hoffnung erfüllt und der Gewissheit, dass ich geliebt werde.« Und auf einer Karte, die uns kürzlich von Kindern der Sonntagsschule des Tempels in Encinitas geschickt wurde, hieß es: »Sie tun so viel, damit wir im Licht Gottes leben können. Alles Gute zum Muttertag und bleiben Sie so großartig!«

Die Ordensangehörigen sowie die Mitglieder und Freunde der Self-Realization Fellowship/Yogoda Satsanga Society of India – wir alle entbieten Sri Mrinalini Mata zu diesem besonderen Jubiläum ein inniges Pronam und schenken ihr unsere Liebe und die vereinte Dankbarkeit unserer Herzen.

Copyright © Self-Realization Fellowship. Alle Rechte vorbehalten.