Eine Osterbotschaft von Bruder Chidananda – 2020

Jesus Christ

»O Geist, befiehl meiner Seele aus dem Grab der Engherzigkeit in Deine Unermesslichkeit aufzusteigen. Erhebe ihr Bewusstsein, das in der Materie gefangen liegt, in Deine allgegenwärtige Freiheit.«

Paramahansa Yogananda

Aus tiefstem Herzen wünsche ich Ihnen und all den Freunden in Paramahansa Yoganandas geistiger Familie ein gesegnetes Osterfest! Die Mönche und Nonnen in seinen Ashrams beten mit mir, damit das alles durchdringende, unendlich liebende Christusbewusstsein, das sich so vollkommen in unserem Herrn Jesus offenbart hat, auch in Ihnen erwachen wird. Mögen sein göttliches Leben und seine glorreiche Auferstehung uns mit der Gewissheit erfüllen, dass Gottes Liebe und Sein unbesiegbares Licht der Güte auch Teil unseres Wesens sind. Wir wollen diese Liebe und Güte in unserem Leben wiederauferstehen lassen und auf diese Weise mithelfen, dem Licht neuer Hoffnung und Stärke in diesen unsicheren Zeiten helleren Glanz zu verleihen.

Der Kampf zwischen Licht und Dunkel, Liebe und Hass gehört seit jeher zu dieser Welt der Maya – doch das darf uns nicht einschüchtern oder entmutigen. Der vollständige Sieg Jesu über alle irdischen Beschränkungen sollte ihn nicht von uns abgrenzen, sondern als Beispiel für unsere eigene Wiederauferstehung dienen. Sein Triumph war das Ergebnis vieler innerer Siege; ebenso gibt jeder Tag auch uns zunehmend Möglichkeiten, uns von der Täuschung der Maya zu befreien und unseren Willen dafür einzusetzen, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, statt von schädlichen Gewohnheiten, Versuchungen und Gefühlen beherrscht zu werden. Jesus wandte diese Stärke und Selbstkontrolle an. Mutig blieb er Prinzipien treu, doch niemand konnte seinen Zorn erregen. Auch wir können uns entscheiden, wie wir auf Menschen und Situationen reagieren – nicht mit den kleinlichen Reaktionen des Egos, sondern mit einem erweiterten seelischen Einfühlungsvermögen. Ein wunderbares Gefühl der Freiheit erfüllt uns, wenn wir »Nein« sagen zu einer Gewohnheit unserer niederen Natur; oder wenn wir, statt uns nach einer Verletzung des Egos mit Groll zu belasten, uns dafür entscheiden, zu vergeben. Kreuze, die wir in unserem Leben zu tragen haben, können als Sprungbrett für das Wachstum der Seele in Richtung Freiheit dienen, wenn wir sie nicht erzürnt ablehnen, sondern unvoreingenommen und mit offenem Herzen auf Gott vertrauen. Und das Beispiel Christi ermutigt uns in besonderer Weise, in uns selbst die göttlichen Eigenschaften von Liebe und Verständnis wiederauferstehen zu lassen. Ebenso wie Gott über unsere menschlichen Schwächen hinwegsieht und unser wahres SELBST, die Seele, betrachtet, können auch wir nach dem Guten in Familienmitgliedern, Freunden und anderen suchen, mit denen wir in Kontakt treten. So erweitern wir unser eigenes Bewusstsein und fördern einen Geist gegenseitiger Achtung in all unseren Beziehungen.

Denken Sie daran, dass Meditation der wirkungsvollste Weg ist, die Göttlichkeit Ihrer Seele zurückzugewinnen. Nur die direkte Verbindung mit dem eigentlichen Quell der Liebe gab Jesus die Kraft, alle so bedingungslos zu lieben. Wenn auch Sie die heilige Stille der Seele betreten und die Berührung dieser Christusliebe fühlen, in der Jesus lebte, werden Sie ebenfalls zu einem Vermittler für das Verständnis und das Mitgefühl, das er für alle Seelen als Teil seiner selbst empfand. Unser Guru rief uns in Erinnerung: »Denkt nicht, dass der Beitrag, den ihr durch euer vergeistigtes Bewusstsein leistet, gering ist. Was ihr beitragt, kann sehr viel für andere bedeuten.« Jede Bemühung, zu meditieren und nach Gottes Gesetzen von Liebe und Wahrheit zu leben, läutert Ihr Bewusstsein, und die Gegenwart Christi in Ihnen strahlt dann einen erhebenden, harmonisierenden Einfluss auf die Welt aus.

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich ein frohes Osterfest

Bruder Chidananda

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