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Nutzen des Kriya-Yoga

Auszüge aus Paramahansa Yoganandas Ansprachen und Schriften:

Paramahansa Yogananda am SRF Lake Shrine, Pacific Palisades, Kalifornien
 Hören Sie eine Tonaufnahme mit Paramahansajis Worten zum Kriya-Yoga 


Kriya-Yoga vermittelt wahres religiöses Erleben

»Wenn ihr meditiert, wird euer ganzes Leben vergeistigt. Seit mein Buch Autobiographie eines Yogi erschienen ist, erkundigen sich alle nach dem Kriya-Yoga. Das war auch meine Absicht. Ich bin nicht gekommen, um abstrakte theologische Dinge zu lehren, sondern eine Technik, mit der alle aufrichtig Suchenden Gott wirklich erkennen können und nicht bloß über Ihn theoretisieren. … Das Üben des Kriya-Yoga vermittelt euch ein wahres religiöses Erleben; das erlangt man nicht dadurch, dass man nur über Gott redet. Jesus fragte: ›Was heißet ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?‹

Wenn ich mit dem Kriya-Yoga mein geistiges Auge öffne, schwindet die Welt für mich dahin, und Gott erfüllt mein ganzes Bewusstsein. Und warum auch nicht? Ich bin Sein Kind. Der hl. Ignatius sagte: ›Gott sucht willige Herzen, damit Er ihnen Seinen Reichtum schenken kann ...‹ Das ist wunderschön gesagt, und das glaube ich auch. Gott sucht willige Herzen, denen Er Seine Gaben schenken kann. Er ist bereit, uns alles zu geben; aber wir sind nicht bereit, uns empfänglich dafür zu machen.«

Paramahansa Yogananda
Journey to Self-realization

 

Sich für den Segen Gottes öffnen

»Ein hingebungsvolles Gebet ist eine wunderbare Möglichkeit, sich dem großzügig fließenden göttlichen Segen zu öffnen, und ein notwendiges Bindeglied zwischen dem menschlichen Leben und dem Unerschöpflichen Quell aller Wohltaten. Aber wenn der Geist nach außen abschweift, dauert es lange, bis das Gebet erfolgreich ist. Daher kann eine Stunde der Kriya-Yoga-Meditation mehr bewirken als vierundzwanzig Stunden des gewöhnlichen Betens.

Wer die Technik des Kriya-Yoga auch nur für kurze Zeit intensiv übt und dann lange in der Meditation und der daraus entstehenden Stille verweilt, stellt fest, dass sich die Kraft seines Gebets verdoppelt oder verdreifacht hat, ja, dass sie hundertmal wirksamer ist. Wenn man den inneren Tempel des Schweigens betritt und ehrfurchtsvoll vor dem Altar Gottes betet und Ihn anruft, sich zu offenbaren, wird Er rasch kommen. Die beste Zeit zum wirksamen Beten ist dann, wenn das Bewusstsein von der sensorischen Oberfläche des Körpers und ihrer Umgebung zurückgezogen wird und sich in den zerebrospinalen Heiligtümern seelischer Wahrnehmung sammelt.«

Paramahansa Yogananda
Die Wiederkunft Christi – Die Auferstehung des Christus im eigenen Inneren


Kriya-Yoga, die höchste Methode, die zum Erleben Gottes führt

“»Der Kriya-Yoga ist die höchste Methode, die zum Erleben Gottes führt. Auf meiner eigenen Suche nach Gott bin ich durch ganz Indien gewandert und habe aus dem Munde vieler großer Meister Worte der Weisheit vernommen. Daher kann ich dafür bürgen, dass die Lehre der Selbst-Verwirklichung die höchsten Wahrheiten und höchsten wissenschaftlichen Techniken enthält, die Gott und die großen Meister der Menschheit gegeben haben.

Die Nachwirkungen des Kriya bestehen aus einem tiefen Frieden und höchster Glückseligkeit. Die Freude, die man durch den Kriya gewinnt, ist größer als alle körperlichen Freuden zusammengenommen. ›Der Yogi, der sich nicht zur Sinnenwelt hingezogen fühlt, erlebt die ewig neue Freude des SELBST. Da sich seine Seele mit dem GEIST vereint hat, erlangt er unvergängliche Glückseligkeit.‹ (Bhagavad-Gita V, 21) Die Freude, die ich in der Meditation erlebe, verschafft mir die Ruhe von tausend Stunden Schlaf. Schlaf wird für den fortgeschrittenen Kriya-Yogi im Grunde genommen überflüssig.

Wenn der Gottsucher durch Üben des Kriya-Yoga in den Samadhi eingeht, einen Zustand, in dem Augen, Atem und Herz ruhig werden, wird er einer anderen Welt gewahr. Atem, Körpergeräusche und Bewegung der Augen gehören zu dieser Welt. Doch der Yogi, der Herrschaft über seinen Atem gewinnt, kann in die himmlischen Astral- und Kausalregionen eingehen und dort mit Gottes Heiligen in Verbindung treten, oder er kann Kosmisches Bewusstsein erlangen und Gott erleben. Der Yogi ist an nichts anderem interessiert.

Wer allen anderen Dingen wenig Bedeutung schenkt und sich an meine Worte erinnert, wird Gott zweifellos finden.«

 Paramahansa Yogananda
 Die ewige Suche des Menschen

 

Überwindet schlechte Gewohnheiten und beseitigt Karma

»Jede eurer Gewohnheiten erzeugt eine ›Rille‹, ein ›Geleise‹ im Gehirn. Diese Verhaltensmuster lassen euch auf eine ganz bestimmte Weise handeln — oft gegen euren eigenen Willen. Euer Leben verläuft gemäß diesen ›Rillen‹, die ihr selbst in euer Gehirn eingegraben habt. In diesem Sinne seid ihr keine freien Menschen; ihr seid mehr oder weniger Opfer der Gewohnheiten, die ihr euch angeeignet habt. Je nachdem, wie starr diese Verhaltensmuster sind, seid ihr bis zu einem gewissen Grade Marionetten. Doch ihr könnt euch dem Zwang dieser schlechten Gewohnheiten entziehen. Aber wie? Indem ihr im Gehirn ›Rillen‹ von Verhaltensmustern bildet, welche die entgegengesetzten guten Gewohnheiten fördern. Und durch Meditation könnt ihr die Rillen der schlechten Gewohnheiten völlig auslöschen. Es gibt keinen anderen Weg. Allerdings könnt ihr ohne gute Gesellschaft und gute Umgebung keine guten Gewohnheiten pflegen. Auch könnt ihr euch ohne gute Gesellschaft und Meditation nicht von schlechten Gewohnheiten befreien.«

Jedes Mal, wenn ihr tief über Gott meditiert, werden die Verhaltensmuster in eurem Gehirn positiv verändert. Nehmen wir einmal an, ihr seid auf finanziellem, moralischem oder geistigem Gebiet Versager. Durch tiefe Meditation und Wiederholung der Worte: »Ich und mein Vater sind eins« werdet ihr erkennen, dass ihr Kinder Gottes seid. Haltet an diesem Ideal fest. Meditiert, bis ihr große Freude in euch aufsteigen fühlt. Wenn in euren Herzen Freude aufflammt, hat Gott auf euer Rufen geantwortet. Er antwortet auf eure Gebete und eure positiven Gedanken. Die folgende Methode ist klar und leicht verständlich:

»Meditiert zuerst über den Gedanken ›Ich und mein Vater sind eins‹, indem ihr großen Frieden und dann große Freude zu fühlen versucht. Wenn ihr von dieser Freude erfüllt seid, sagt: ›Vater, Du bist bei mir. Ich gebiete Deiner Kraft, die in mir ist, die schlechten Gewohnheiten und die aus meiner Vergangenheit herrührenden Neigungen in meinem Gehirn auszumerzen.‹ Die Kraft Gottes in der Meditation wird das zustande bringen. Macht euch von der begrenzten Vorstellung frei, dass ihr Mann oder Frau seid; wisst, dass ihr Kinder Gottes seid. Dann betet zu Gott und sagt euch innerlich Folgendes: ›Ich befehle meinen Hirnzellen, sich zu wandeln und die Rillen schlechter Gewohnheiten, die eine Marionette aus mir gemacht haben, zu beseitigen. Herr, verbrenne sie in Deinem göttlichen Licht.‹ Und wenn ihr die Meditationstechniken der SELBST-Verwirklichung übt, vor allem den Kriya-Yoga, werdet ihr tatsächlich sehen können, wie euch dieses göttliche Licht tauft.«

 Paramahansa Yogananda
 Im Zauber des Göttlichen


Als nächstes: Lernen Sie wie man meditiert

Lehrbriefe für das Selbststudium